UNSER PROJEKT

"Das Bittere Tränen-Projekt entstand im Mai 2002 in Zusammenarbeit mit der Organisation Wildwasser, diversen Selbsthilfegruppen und Therapeuten, die sich mit dem Thema "Sexueller- und körperlicher Missbrauch beschäftigen. Zahlreiche Betroffene schickten uns ihre Manuskripte, ihre Lebensgeschichten und Tagebuchaufzeichnungen, die uns Einblick in die stumme und verzweifelte Seele dieser Menschen vermittelte, die unerkannt unter uns leben. Es entstand ein Buch voller schonungsloser Offenheit, grausamer Realität und ergreifenden Schicksalen. In zahlreichen Gedichten und Kurzgeschichten öffnen sich stille Abgründe, die all den Schmerz herauslassen, den Kinderseelen ertragen mussten. Manchmal ohne Worte - ohne Tränen. Auch heute noch, oft nach jahrelangem Missbrauch, sind die Tränen immer noch bitter. Unbemerkt werden sie von unseren Freunden, Nachbarn, Töchtern und Söhnen, Brüdern und Schwestern geweint, von denen manche endlich einen Weg gefunden haben, ihr langes Schweigen zu brechen", so startete Petra Pauls in Freiburg im Breisgau als Autorin und Verlegerin das Buchprojekt BITTERE TRÄNEN, um Menschen mit Missbrauchserfahrungen die Möglichkeit zu geben, über ihr Trauma zu sprechen - und zwar auf literarische Art.

Damit begann nicht nur eine Buchreihe zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. Aus ganz Europa und sogar Asien und den USA meldeten sich Menschen, die ihre Texte veröffentlichen wollten, die ihrem Schicksal einen Namen gaben, um ihr jahrelanges Schweigen zu brechen. Dabei ging es hier nicht um Anklage, sondern um die Möglichkeit, dem Grauen einen Namen zu geben. Es durfte endlich das ausgesprochen werden, was unter Scham, Ekel, Verdrängung oder auch einfach Hilflosigkeit und Angst ins Unterbewusstsein abgeschoben wurde, weil man/frau ja funktionieren musste.

Zusammen mit ÄrztInnen und TherapetInnen entstanden von 2002 - 2009 insgesammt sieben Anthologien und zahlreiche Buchveröffentlichungen diverser Autorinnen und Autoren, die das Bittere-Tränen-Projekt umfasste.

2009 musste der Lumen Verlag Freiburg aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst werden und Mitautorinnen übernahmen das Buchprojekt unter der Edition Lumen in Eigenregie. Es entwickelte sich ein Künstlerkreis mit Menschen, die durch ihre Kreativität nicht nur gelernt hatten ihr Selbstbewusstsein zu stärken, sondern auch ein Stück Heilung fanden. Das Magazin "Weil wir so viele sind" ist ein fester Bestandteil dieser Selbsthilfe und wird ehrenamtlich auf Spendenbasis angeboten.

Seit Oktober 2017 hat Petra Pauls wieder die Leitung der Autoren- und Künstlergemeinschaft Edition Lumen übernommen und setzt sich weiiterhin für Menschen ein, die sexuellen Missbrauch überlebt haben. Sie selber ist betroffen und war jahrelang Ansprechpartnerin für Menschen aus dem In- und Ausland, da sie die Problematik kennt. Ihr Ziel ist es, Betroffenen zur Eigenständigkeit zu verhelfen, um aus der Opferrolle herauszukommen. Sie unterstützt mit ihrem Fachwissen als Verlegerin bei Buchveröffentlichungen und organisiert Hilfe vor Ort.

Weitere Informationen über die einzelnen Projekte, wie Sie als Betroffene/Betroffener in unserem Magazin mitmachen können, finden Sie im Downloadbereich.

 

 

Unsere aktuelle Projekt-Neuerscheinung

Weitere Informationen HIER

Unser Magazin "Weil wir so viele sind" wurde nach dem gleichnamigen Buchtitel benannt. Es symbolisiert die Vielzahl an Menschen, die in Zahlen nicht erfasst werden können, weil die Dunkelziffer weltweit einfach zu hoch ist.

 

 

Unsere Spendenaktion für Kinder, die sexuelle Gewalt oder körperlichen Missbrauch erlebt haben, findet einmal im Jahr statt.

 

 

 

 


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